90 Jahre

 

Um 1900
Erste Turnübungen der Schulkinder auf dem Hof des Wirtshauses Baus („Bauswerds") mit Friedrich Umbehr als Vorturner.

1907
Erstmalige Gründung des Turnvereins Altstadt durch junge Reservisten. Vorsitzender wird Gastwirt Ludwig Bach.

1908
Teilnahme einer zehnköpfigen Musterriege am Gauturnfest in Thaleischweiler und
Veranstaltung eines „Vereinsabturnens" im Garten von Otto Schleppi. Wegen Streitigkeiten innerhalb des Ortes wird der Verein aber bald wieder aufgelöst.

1920
Offizielles Gründungsjahr des „Turnvereins Altstadt". Erster Vorsitzender wird Karl
Binkle, „Turnwart" Georg Weisbrodt. Satzungsgemäß Zweck des Vereins „ist Hebung und Förderung des Turnwesens als Mittel zur körperlichen und sittlichen Kräftigung".

1921
Der Turnverein zählt 100 Mitglieder.

1922
Die Farben des TVA beim Gauturnfest in Erbach vertritt eine Riege von 32 Turnern.

1924
Die Faustballer werden Meister der C-Klasse im Turnkreis Saar-Pfalz.

1925
Die Turnerinnen erringen beim „Pfalzturnfest" in Kaiserslautern den 4. Platz.
Auf dem „Galgenberg" wird ein Spielplatz hergerichtet.

1928
Unter der Leitung von Karl Obermann ist innerhalb des Vereins ein Spielmannszug mit etwa zehn Mitwirkenden aktiv.

1929
Einweihung des „Turnplatzes auf der Heide" mit einem „Gauvolksturnfest"

1935
Auflösung des Turnvereins nach Angliederung des Saargebietes an Nazi- Deutschland und Eingliederung in den „Verein für Leibesübungen". Die Vereinsaktivitäten gehen drastisch zurück.

1945
Nach dem Ende des „Zweiten Weltkrieges" untersagen die Besatzer das Turnen.

1951
Wiederbelebung des Turnvereins

1952
Unter der Federführung von Heiner Strobel wird der Spielmannszug gegründet und
bald zu einer der stärksten Untergliederungen innerhalb des Vereins. Die Abteilung, der zeitweise auch ein Fanfarenzug angehörte, zählte bis zu 40 Akteure an Marschtrommeln, Lyren, Becken, Querflöten und weiteren Instrumenten.

1953
Der Landwirt Ludwig Körner planiert mit einer selbstkonstruierten Maschine den
„Turnplatz auf der Heide". Zusätzlich wird eine Hundertmeterlaufbahn angelegt und ein Gerätehaus gebaut. Der TVA ist Gastgeber des Gaukinderfestes des Turngaus Pfalz im Saarländischen Turnerbund.

1954
Der Versuch, Handball wieder populärer zu machen, hat nur kurzfristigen Erfolg. Nach wenigen Jahren wird dieAbteilung wieder aufgelöst.

1955
Landesjugendrekorde von Karl-Heinz Denne im Hürdenlauf und Fritz Russi im
Diskuswerfen.

1956
Der Leichtathletik-Nachwuchs des TVA wird Saarlandmeister vor Borussia
Neunkirchen.

1957
Die Turnriege der Männer steigt in die B-Klasse im Turngau Pfalz auf.

1957
Ursel Schwitzgebel (Schlagballwurf), Karl-Heinz Denne (Hammerwurf) und
Fritz Russi (Kugelstoß) werden Jugend-Saarlandmeister.

1957
Kontroverse Diskussionen innerhalb des Vereins um die Frage, ob der „Turnplatz
auf der Heide" an die Gemeinde abgetreten werden soll, um dort eine „mustergültige" Sport- und Fußballanlage zu schaffen. Ein Großteil speziell der älteren Mitglieder befürchtet, dadurch würden dem Verein wesentliche Rechte entzogen. In der Generalversammlung am 1. November wird die Übergabe des Turnplatzes mehrheitlich beschlossen, auch in der Erwartung dass zusätzlich zur neuen Sportanlage auch eine Turnhalle gebaut wird. Wegen dieser Entscheidung tritt der gerade erst gewählte Vorstand mit Heiner Strobel als Vorsitzendem zurück. Die außerordentliche Mitgliederversammlung zwei Tage später wählt eine neue Führung, Georg Weisbrodt wird Vorsitzender (bis 1962).

1958
Begeisterte Teilnahme zahlreicher TVA-Mitglieder am Deutschen Turnfest in
München.

1958
Gründung der Abteilung Tischtennis im TVA; Sportstätte ist „Bauswerds Saal",
wo der Sport an „normalen Wirtshaustischen" ausgeübt wird.

1960
Einweihung der Turnhalle, die der Volksschule angebaut ist.

1960
Ursel Schwitzgebel wird Saarlandmeisterin im Speerwerfen.

1960
Gründung der Abteilung Volleyball auf Initiative von Karl-Heinz Denne.

1961
Der Spielmannszug löst sich wieder auf.

1961
Die Turnriege der Männer wird Meister in der B-Klasse des Turngaus Pfalz

1961
Einweihung des Sportplatzes „Auf der Heide" mit Rasenspielfeld, 400-Meter-
Aschenbahn und Sprunganlagen sowie des Sportheims mit Umkleidekabinen,
Duschen, Toiletten, Versammlungs- und Geräteraum.

1962
Erstmalige Durchführung des „Läufer- und Staffeltages", an dem fortan zahlreiche
Sportler aus der Pfalz und dem Saarland teilnehmen.

1964
Unter Spartenleiter Eugen Gienger spielen für den TVA 18 Männer Faustball.

1967
Ottomar Jung wird zum Vorsitzenden gewählt. Er wird 25 Jahre lang die
Geschicke des TVA lenken.

1968
Der Turnverein lädt ein zum „Fastnachtsschlorum beim Bienche".

1968
Der Spielmannszug formiert sich unter der Leitung von Heinrich Strobel wieder.

1969
Erstes großes Tischtennis - Turnier in Altstadt, das später in Erinnerung an den tödlichverunglückten Spieler als Michael-Kerkhoff-Turnier veranstaltet wird.

1972
Unter der Spartenleitung von Rudi Enkler erreicht die Abteilung Tischtennis
ihre größten Erfolge: Von acht Mannschaften erringen sechs die Meisterschaft ihrer
Klasse. Besonders erfolgreich ist das Team der Damen, das in der Oberliga Südwest spielt.

1975
Die Sportanlage „Auf der Heide" wird um eine Mehrzweckhalle (später:
„Hugo-Strobel-Halle") erweitert.

1976
Innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft Altstadter Vereine - AGAV" gehört der Turnverein zu den Veranstaltern großer Fastnachtsveranstaltungen in der Mehrzweckhalle.

1976
Verlegung des traditionsreichen „Läufer- und Staffeltages" nach Limbach, weil die
Altstadter Sportanlage nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Sportstätte
entspricht.

1979
In der „Leichtathtletik-Gemeinschaft-Ostsaar" sind 15 Altstadter Nachwuchsathleten
aktiv.

1980
Auflösung des Spielmannszuges.

1982
Erstmalige Abmeldung der Volleyball-Herrenmannschaft.

1985
Im Rahmen des Sommerfestes wird erstmals ein „Boule-Turnier" durchgeführt.

1988
Die Abteilung Leichtathletik wird aufgelöst.

1989
Auf Initiative von Christa Schleppi wird die Abteilung „Wirbelsäulengymnasitk"
gegründet. Erstmals im Saarpfalz-Kreis hat damit ein Turnverein Gesundheitssport im Angebot.

1992
Peter Schleppi wird neuer Vorsitzender des Altstadter Turnvereins. Er tritt die Nachfolge von Ottomar Jung, der ein Vierteljahrhundert an der Spitze des Vereins gestanden hat.

1992
Nach 36 Jahren löst sich die Abteilung „Frauenturnen I", bis dahin geleitet von Susi
Knerr, auf.

1994
Der Turnverein ist erstmals seit Jahrzehnten wieder Ausrichter des Gaukindertreffens. Über 500 Jungen und Mädchen nehmen daran teil.

1994
Beim Michael-Kerkhoff-Turnier werden 270 Meldungen notiert.

1996
Die Boule-Abteilung wird offiziell gegründet; die Generalversammlung wählt Karl-
Heinz Denne zum Leiter der jüngsten Vereinssparte.

1997
Die neu gegründete Abteilung der Radfahrer absolviert ihren ersten „Marathon": Die
über 100 Kilometer lange Tour führt durch die Südpfalz und den Bienwald in
elsässische Weißenburg.

1998
Beim Deutschen Turnfest in München ist der TVA wieder mit einer großen
Teilnehmergruppe dabei.

1999
Am historischen Umzug anlässlich der 700 - Jahr - Feier in Altstadt nehmen
verschiedene Abteilungen des Turnvereins teil. Gekonnt kostümiert und mit attraktiven Requisiten wie etwa dem Nachbau des Altstadter Galgens tragen sie mit dazu dabei, dass die Veranstaltung zu einem riesigen Erfolg wird.

1999
Ein spezieller „Jugendvorstand" wird konstituiert; er kümmert sich um die
Nachwuchsbelange innerhalb des Vereins.

2001
Die Gemeinde Kirkel ist Schauplatz des Landesturnfestes. Der Altstadter Turnverein organisiert das Landeskindertreffen mit 1000 Teilnehmern.

2002
Das Fitnessstudio, das an die Schulturnhalle angebaut wurde, wird eingeweiht.

2002
http://www.tv-altstadt.de Der Turnverein geht online, Armin Jung-Ertz erstellt die Homepage.

2002
Die Abteilung Hausfrauenturnen II, bislang unter der Leitung von Inge Wolf, wird aufgelöst.

2003
Stephanie Deutscher wird zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Damit gehört erstmals eine Frau zum geschäftsführenden Vorstand des Turnvereins

2003
Zur allgemeinen Überraschung geht der Turnverein als Sieger aus dem „Salto-Cup" hervor. 60 Mädchen und Jungen waren im TVA-Trikot am Start.

2004
Mit Stephanie Deutscher wird erstmals eine Frau zur Vorsitzenden des Turnvereins gewählt. Durch die Berufung weiterer jüngerer Vorstandmitglieder wird der Generationenwechsel an der Vereinsspitze eingeläutet.

2004
Dem Altstadter Turnernachwuchs gelingt die Verteidigung des Salto-Cups.

2005
Unter der Leitung von Anna-Katharina Wack und Janine Eder wird die Jazz-Dance Gruppe gegründet. Auch eine Mountainbike-Gruppe bildet sich, ist aber nur kurzlebig.

2006
Dritter Gewinn des „Salto-Cups"; der Pokal verbleibt jetzt beim TVA.

2006
Der Turnverein wird Kooperationspartner in dem Projekt „Fit und vital älter werden", das vom Saarländischen Turnerbund (STB) initiiert wird. Ein Aktionstag und zwei Übungseinheiten in Gesundheitssport folgen. Wirbelsäulengymnastik wird nun in drei Gruppen angeboten, auch „Nordic Walking" und Gedächtnistraining sind neu im Programm.

2007
Die Idee zu dem Projekt „In 80 Tagen um die Welt" wird geboren. Die Vereinsmitglieder sollen auf unterschiedliche Weise zusammen 40.000 Kilometer zurücklegen. Eine achtköpfige Arbeitsgruppe beginnt mit der Vorbereitung.

2007
Helmut Gebhardt vom TVA wird auf dem Landesturntag in Saarbrücken zum Vizepräsidenten mit dem Ressort „Freizeit- und Gesundheitssport" gewählt.

2008
Am 3. April fällt der Startschuss zu dem Projekt „In 80 Tagen um die Welt". Alle Kräfte werden mobilisert, um das hoch gesteckte Ziel zu erreichen. Alle Erwartungen werden übertroffen, bis zum 21. Juni kommen genau 100.356 Kilometer zusammen. Aufgrund der großen Resonanz wird die Bewerbung bei der Kampagne „Sterne des Sports" eingereicht. Am 19. November wird der TVA auf der Ebene des Saarpfalz-Kreises mit dem bronzenen Stern ausgezeichnet. Drei Wochen später folgt der Gewinn des silbernen Sterns auf Landesebene.



2009
In Berlin verleiht Bundespräsident Horst Köhler dem Altstadter Turnverein den „Goldenen Stern des Sports", der mit 10.000 Euro dotiert ist. Eine Delegation von 20 Mitgliedern fährt nach Berlin, um die Auszeichnung entgegenzunehmen. Die Folge ist ein gigantisches bundesweites Medienecho. Mit dem „Weltumrunderkonzert" wird am 19. September das in der TV-Geschichte einmalige Ereignis beendet.

2010
Das Anliegen des Turnvereins, die Schulturnhalle umfassend zu renovieren, wird von der Gemeinde Kirkel im Rahmen des „Konjunkturpakets" realisiert. Boden, Heizung, Fenster und das Dach werden erneuert.

Martin Baus