Turnverein Altstadt 1920 e.V.


Die Geschichte des Turnens in Altstadt ist älter als die Geschichte des Turnvereins.

In alten Berichten wird erwähnt, daß schon vor der Jahrhundertwende in unserer Gemeinde geturnt wurde. Friedrich Umbehr, der Sohn eines Schreinermeisters, hatte im Hofe der Wirtschaft Baus einige einfache Turngeräte aufgebaut und mit der Schuljugend Turnstunden abgehalten. Der Betrieb kam jedoch zum Erliegen, als der Vorturner von jedem Knaben 5 Pfennig pro Stunde als Entgelt erhob.


Meister der C-Klasse im Faustball 1924

oben von l.n.r. Wolf Walter, Strobel Oswald, Klingmann Albert, Imbsweiler Emil, Denne Eugen, Strobel Kurt, Weisbrot Georg - unten von l.n.r. Baus Walter, Knerr Heinrich, Knerr Adolf, Knerr Otto Baus Eduard

oben von l.n.r. Wolf Walter, Strobel Oswald, Klingmann Albert, Imbsweiler Emil, Denne Eugen, Strobel Kurt, Weisbrot Georg - unten von l.n.r. Baus Walter, Knerr Heinrich, Knerr Adolf, Knerr Otto Baus Eduard


Im Jahre 1907 gründeten einige junge Männer, die gerade vom Militär entlassen waren, mit Unterstützung einiger Limbacher Turner einen Turnverein. Erster Vorsitzender wurde der Gastwirt Ludwig Bach, Turnwart der Bergmann und spätere Gastwirt Jakob Naumann. Die ersten Turngeräte wurden angeschafft und von Ludwig Bach bezahlt. Im folgenden Jahr entsandte der Verein eine Musterriege zum Gauturnfest nach Thaleischweiler. Sie bestand aus folgenden Turnern: Jakob Naumann, Konrad Germann, Vitus Leibrock, Albert Strobel, Karl Commercon, Karl Sehwender, Fritz Denne, Eugen Enkler, Fritz und Ernst Baab. Im gleichen Jahr veranstaltete man im Wiesengarten von Otto Schleppi das erste Vereinsabturnen mit volkstümlichen Ubungen. Die turnerische Aufwärtsentwicklung war nicht von Dauer. Uneinigkeit in der Dorfgemeinschaft führte zur Auflösung des kaum gegründeten Vereins, die Geräte wurden verkauft.
Erst nach dem 1. Weltkrieg, im Jahre 1920, ermöglichten es die Verhältnisse, den Turnverein Altstadt e. V. zu gründen. Erster Vorsitzender wurde Karl Binkle, Turnwart Georg Weisbrodt, Als Ubungsstätte diente der Saal Baus; die damals angeschafften Geräte wurden z. T. noch nach dem 2. Weltkrieg benutzt.